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Modellvorhaben Osteopathie

 

 

Am 1. Oktober 2010 startete unsere BKK als erste gesetzliche Krankenkasse das Modellvorhaben Osteopathie nach § 63 Abs. 2 des Fünften Sozialgesetzbuches SGB V.

 

 

Das Modellvorhaben wird in Zusammenarbeit mit dem Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.) und dem Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Universität Duisburg-Essen durchgeführt, um durch die wissenschaftliche Begleitung die Wirksamkeit der Osteopathie nachzuweisen.

 

 

Dadurch können exklusiv unsere Versicherten qualitätsgesicherte osteopathische Behandlungen erhalten.

 

 

 

 

Osteopathie - was ist das?

 

 

 

Möglichkeiten und Grenzen

 

Osteopathie ist eine sanfte, manuelle Behandlungsmethode. Sie wurde vor über 100 Jahren vom amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still entwickelt.

 

In der Osteopathie wird der einzelne Patient immer in seiner Gesamtheit betrachtet. Einzelne Symptome oder Beschwerden spielen eine nur untergeordnete Rolle.

 

Ziel einer osteopathischen Behandlung ist es, Fehlfunktionen in allen Bereichen des Körpers aufzuspüren und zu behandeln.

 

Die Grenzen der Osteopathie sind erreicht, wenn die manuelle Annäherung an den Patienten nicht für die Erkrankung oder Problematik des Patienten angemessen ist. Akute lebensbedrohende Notfallsituationen oder schwere Pathologien wie z.B. Tumorerkrankungen gehören nicht primär zum Tätigkeitsbereich osteopathischer Medizin.

 

 

 

Behandlung

 

 

Nach ausführlicher Anamnese erfolgen Diagnose und Therapie ausschließlich mit den Händen. Der Osteopath kann bei der Untersuchung das menschliche Gewebe Schicht für Schicht ertasten. So spürt er Bewegungseinschränkungen und Spannungen auf, die er mit speziell für die Osteopathie entwickelten Techniken behandelt.

 

Eine osteopathische Behandlung dauert durchschnittlich bei Erwachsenen 60 Minuten und bei Kindern (0 bis 14 Jahre) 40 Minuten.

 

Ein Behandlungspaket umfasst 5 Sitzungen.

 

 

 

Qualitätssicherung

 

Um eine qualitätsgesicherte osteopathische Behandlung zu garantieren, werden im Rahmen unseres Modellprojektes nur Therapeuten zugelassen, die Mitglied des Verbandes der Osteopathen Deutschland e.V. sind.

 

Therapeuten des VOD e.V. haben eine fundierte,  mindestens 5-jährige berufsbegleitende osteopathische Aus- und Weiterbildung von mindestens 1.350 Stunden absolviert und sind zu regelmäßigen Fortbildungen verpflichtet.

 

 

 

 

Behandlungsfelder

 

 

 

Nachfolgend aufgeführte Krankheitsbilder werden im Rahmen des Modellvorhabens Osteopathie unserer BKK behandelt.

 

 

 

 

Bewegungsapparat

 

 

  • Schulterschmerzen
  • Kniegelenkschmerzen
  • Hüftschmerzen
    • jeweils mit einem länger als 6 Wochen andauernden Schmerzzustand - Rückenschmerzen mit Sensibilitätsstörungen zur Vermeidung einer eventuellen Operation
  • Rückenschmerzen mit Sensibilitätsstörungen zur Vermeidung einer eventuellen Operation
  • Epicondylitis (sog. Tennisellenbogen)
  • Tendovaginitis (sog. Sehnensscheidenentzündung)

 

 

 

Kinderheilkunde

  •  KISS-Syndrom
  • Dreimonatskoliken

 

 

 

weitere Behandlungsfelder

  • Migräne 
  • Dysmenorrhoe (Regelschmerzen)
  • Prämenstruelles Syndrom (Beschwerden vor Eintreten der Regelblutung)

 

 

 

Eigenbeteiligung

 

 

 

 

Die Eigenbeteiligung für die osteopathische Behandlung ist nur von erwachsenen Versicherten (ab 18 Jahren) zu entrichten. Sie beträgt 10 Pro-zent. Das sind maximal 30 Euro.

 

 

 

 

Therapeutenliste Thüringen 

 

 

 

 

  

Für eine osteopathische Behandlung durch einen Physiotherapeuten ist eine Verordnung durch einen Vertragsarzt erforderlich. Diese entfällt, wenn der Physiotherapeut auch über eine Heilpraktikererlaubnis verfügt.

 

 

Weitere Therapeuten in Ihrer Nähe finden Sie unter www.osteopathie.de